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Co-Co

Warum sind diese Werkzeuge so gebaut?

Eine Seite, kein Kapitel. Das Ausführliche steht woanders — und zwar bewusst.

Viele Entscheidungen in diesen Werkzeugen folgen nicht nur technischen Überlegungen. Sie beziehen sich auf Grundannahmen darüber, wie Menschen miteinander denken, Wissen teilen, entscheiden und handeln können.

Drei Beispiele, an denen man es sieht:

Beteiligung soll niedrigschwellig sein. Deshalb bekommen Teilnehmende in Interactive kein Konto, sondern einen Code. Jede Hürde vor der ersten Antwort ist eine Hürde zu viel — und ein Konto, das nur für neunzig Minuten existiert, ist Verwaltungsarbeit ohne Gegenwert.

Wissen soll auffindbar bleiben, ohne zentral kontrolliert zu werden. Deshalb liegen in Studio die Daten lokal und der Bestand bleibt, wo er ist. Ein Werkzeug, das erst alles einsammelt, um dann Zugang zu gewähren, hat die Frage nicht gelöst, sondern verschoben.

Gedanken sollen beweglich bleiben, bevor sie zu festen Artefakten werden. Deshalb schreibt ThoughtSpace nie in die Projektdateien, sondern legt Marken daneben. Was noch im Werden ist, verträgt keine Endgültigkeit.


Wo das herkommt

Diese Werkzeuge sind eine mögliche Umsetzung eines Bezugsrahmens für zeitgemäße Kooperation, nicht seine Verkörperung — und schon gar nicht seine Voraussetzung.

Der Rahmen heißt Collaborative Community. Er existiert eigenständig, hat eigene Prinzipien und eigene Communities, und er bestünde weiter, wenn es kein einziges dieser Programme gäbe. Umgekehrt gilt genauso: Eine Gruppe, die nach diesen Prinzipien arbeitet, braucht Co-Co nicht.

Diese Trennung ist keine Bescheidenheit, sondern die Bedingung dafür, dass der Rahmen offen bleibt.

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